ÖKOLOGISCH FAIRE MODE

Mittlerweile hat „Bio“ nach dem Kühlschrank auch unseren Kleiderschrank erreicht! Viele moderne Labels beweisen mit ihren Kreationen, dass grüne Mode gefragt ist. Die Materialien sind vielfältig, von Biobaumwolle über Wolle, Seide und Hanf spannt sich der Bogen. Gefärbt wird mit reinen Naturfarben, die Textilien werden fair genäht und fair gehandelt. Der Unterschied ist spürbar und im Falle des Labels „Spirit of Om“ auch messbar: die wohltuende Wirksamkeit der Produkte kann mittels kinesiologischem Muskeltest überprüft werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie gerne im Geschäft.

 

WAS GENAU IST ÖKO-FAIRE MODE?

Öko-faire Mode umfasst Bekleidung, die ausschließlich aus biologisch angebauten Rohstoffen zu fairen Arbeitsbedingungen gefertigt ist. Beim Anbau wird kein gentechnisch verändertes Saatgut verwendet, es kommen keine Pflanzenschutzmittel und keine chemischen Düngemittel zum Einsatz. Bei Hanf ist ohnehin kein Einsatz von Spritzmitteln notwendig, da die Pflanze resistent gegen Schädlinge ist. Wolle stammt von Schafen aus kontrolliert biologischer Tierhaltung. Darüber hinaus muss die Weiterverarbeitung unter ökologischen Aspekten erfolgen. Es wird ausschließlich mit natürlichen Farbstoffen gefärbt und chemische Substanzen, wie Bleichmittel kommen gar nicht zum Einsatz. Somit werden Mensch und Umwelt geschont, da weder giftige Abwässer noch schädliche Dämpfe entstehen. Außerdem wird die Kleidung fair gehandelt und die Arbeiter und Arbeiterinnen werden gerecht bezahlt. Die Kleidungsstücke werden sozial verträglich zu fairen Arbeitsbedingungen hergestellt. Des Weiteren werden die Transportwege so kurz wie möglich gehalten und der Weg vom Feld zum Kleidungsstück ist lückenlos nachvollziehbar. Weitere Informationen zu öko-fairen Labels und zur Herstellung erhalten Sie gerne bei greenfeel.

 

BIOBAUMWOLLE

Bio-Baumwolle hat sich gegenüber anderen Naturfasern stark durchgesetzt, weil sie leicht zu verarbeiten ist. Sowohl das Spinnen der Faser als auch die Färbungen sind einfach durchzuführen. Der Anbau hingegen ist schwierig, denn die Baumwollpflanze ist sehr anspruchsvoll. Sie braucht viel Sonne, gleichmäßige Temperaturen und vor allem außergewöhnlich viel Wasser. Tröpfchen-Bewässerung hat sich als energieschonendere Methode erwiesen. Anstelle chemisch-synthetischer Dünger werden bei der Produktion von Biobaumwolle Mist und Kompost verwendet, welche die Bodenfruchtbarkeit fördern und durch den Fruchtwechsel mit anderen biologischen Feldfrüchten die Gesundheit des Bodens erhalten. Bio-Baumwolle wird hauptsächlich in Indien und in der Türkei produziert. KBA zertifizierte Bio-Baumwolle stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, der ohne Kunstdünger und Pestizide erfolgt und der natürlichen Fruchtfolge entspricht. Baumwolle ist sehr saugfähig und kann bis zu 65 % ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen. Sie hat eine hohe Schmutz- und Ölaufnahmefähigkeit und ist in der Lage, diese leicht abzugeben. Bio-Baumwollstoffe sind qualitativ hochwertig, sehr hautfreundlich und haben ein äußerst geringes Allergiepotenzial. Aus diesem Grund bieten sich Bio-Baumwollstoffe besonders für Allergiker (Neurodermitis) und Babys an.

Wir arbeiten nur mit Labels zusammen, die uns persönlich bekannt sind und deren Kleidung aus zertifizierter Bio-Baumwolle hergestellt ist.

 

HANF

Die Hanfpflanze wächst schnell, lockert mit ihren tiefen Wurzeln das Erdreich und hat einen erheblich geringeren Wasserbedarf als Baumwolle. Aufgrund der Resistenz gegen Schädlinge sind keine Spritzmittel erforderlich. Jahrtausende lang war Hanf ein beliebter Rohstoff, der Mitte des 20. Jahrhunderts durch Kunstfasern verdrängt worden ist. Ursprünglich in Zentralasien weit verbreitet, diente Hanf als Mittel zur Schmerzlinderung. Im 13. Jahrhundert fand Hanf seinen Weg nach Spanien in die Papierherstellung. Für die Segelschifffahrt wurden Taue und Segel aus Hanffasern gemacht. Durch die antibakteriellen Schutzstoffe der Hanffasern konnten die Taue und Segel nicht einmal im feuchten Zustand vermodern.

Die Hanffaser kann sehr gut Feuchtigkeit aufnehmen und schnell wieder abgeben, ohne selbst chemisch zu reagieren. Somit bleibt Hanfbekleidung an heißen Tagen ohne Geruchsbildung lange frisch und klebt nicht an der Haut. Hanfkleidung zeichnet sich durch ihre antibakterielle und fungizide Wirkung aus. Deshalb genügt es oft, sie einfach an der frischen Luft auszulüften und sie muss somit weniger häufig gewaschen werden. Das schont wiederum Wäsche und Umwelt. Durch seine Lufteinschlüsse ist Hanf ähnlich wie Seide im Sommer kühlend und im Winter wärmend.

Aus Hanf gefertigte Kleidung ist weich und bequem zu tragen. Positive Wirkung hat Hanfkleidung darüber hinaus für Menschen mit empfindlicher Haut, Rheuma oder Gelenksbeschwerden.

Greenfeel führt Hanfbekleidung der Firma HempAge, die mit Partnerbetrieben in der chinesischen Provinz Shanxi zusammenarbeitet. Die Kleidungsstücke von HempAge werden vom Anbau, über die Fasergewinnung in der Spinnerei, bis zum Färben und Nähen ökologisch und sozial verantwortlich hergestellt. Gefärbt wird übrigens nur mit Reaktivfarbstoffen, optische Aufheller werden überhaupt nicht eingesetzt. Der Weg von der Hanfpflanze zum fertigen Kleidungsstück ist, wie bei allen anderen Produzenten, lückenlos nachvollziehbar.